Besuch des Museums Kunst der Westküste auf Föhr

Früh Morgens erreichten 59 Personen des Bürgervereins die Insel Föhr und besuchten das Museum Kunst der Westküste. Im Museum wurden wir in zwei Gruppen geteilt und durch die Ausstellung geführt.

Der von dem renommierten Architekten Gregor Sander-Plassmann entworfene, preisgekrönte Museumskomplex verbindet harmonisch Tradition und Moderne. Avantgardistische, von außen weiß verputzte kubische Flach- und Reetdachgebäude aus Backstein wechseln sich mit Glasbauten und historischen Friesenhäusern ab.

Die fünf weitläufigen Ausstellungsräume gruppieren sich dabei um das Restaurant Gretchens Gasthof, dessen Architektur sich an die eines skandinavischen Herrenhauses von 1900 anlehnt. Immer wieder wird bei dem Rundgang durch die Bäume, der Blick frei auf den windgeschützten sonnigen Blumengarten mit dem historischen Baumbestand.

 

Der heutige Restaurantbereich befindet sich an der Stelle des historischen Alkersumer Dorfgasthauses und wurde im Rahmen des Museumsneubaus errichtet. 

Zur Erinnerung an die Leistungen der einstigen Gastwirtin Margaretha Dorothea Hayen ( 1824 -1910 ) deren Rufname „Grethjen“ war, wurde das Alkersumer Dorfgasthaus 

in Grethjens Gasthof umbenannt. Der Gasthof war dank Grethjens positiver Einstellung zum „Wagnis Kunst“ auch früher schon Treffpunkt und Herberge verschiedener Künstler,

die auf Föhr wirkten. Einer der bekanntesten Gäste war der Mitbegründer der Berliner Sezession Otto H. Engel (1866 - 1949). Heute sind Grethjens Gasthof und das Museum Kunst der Westküste einer der Trauorte auf Föhr. Im großen Festsaal oder auf der Galerie können sie sich das Jawort geben und anschließend zu einem Empfang einladen.

Als das Museum Kunst der Westküste am 31. Juli 2009 durch Königin Margarete von Dänemark eröffnet wurde, konnte niemand ahnen, dass es ein so großer Erfolg werden und landesweit sowie international Anerkennung finden würde. Die Sammlung des Museums Kunst der Westküste umfasst heue über 800 Werke, die zwischen 1830 und 1930 im beeindruckenden Landschaftsraum entlang der Nordseeküste in Norwegen, Dänemark, Deutschland und den Niederlanden entstanden sind.

Das Herzstück der Sammlung bilden Meisterwerke berühmterMaler, darunter Peder Balke, Edward Munch, Peder Severin Kroyer, Piet Mondrian, und Jan Toostrup, Max Liebermann und Emil Nolde.

Durch die Wechselausstellungen, in deren Rahmen die Kunst von der Romantik bis zur Moderne immer wieder mit Positionen der Gegenwartskunst verknüpft wird, sowie das Artist - in Residence - Programm, das jedes Jahr Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt auf die Insel Föhr führt, wird die Sammlung fortwährend auch um internationale zeitgenössische Werke erweitert.

Zu unserem Besuch hatte die laufende Ausstellung folgenden Titel:

Vom 1. August 2019 - 12. Januar 2020, 10 Jahre MKdW - Meisterwerke.

Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums treffen 100 Highlights aus der Sammlung auf über 50 Gemälde und Grafiken, die eigens aus den vier Westküstenländern anreisen und das

Sammlungsprofil unterstreichen. Die hochkarätigen Leihgaben sind vielfach zum ersten Mal in Deutschland zu sehen, und kommen aus dem Spatens Museum for Kunst in Kopenhagen,

Den Art Museum of Skagen, der Nationalgalerie in Berlin, dem Gemeente Museum Den Haag, dem Nordnorsk Kunstmuseum in Tromsö und von der Kulturstiftung 

Kurt und Barbara  Alten aus Askona.

Die Kunstinteressierten waren beeindruckt von dieser Ausstellung. Der Abschluss war ein gemeinsames Essen in Grethjens Gasthof.

Auffallend war die Freundlichkeit der Menschen. Abgerundet wurde die Tagesreise durch eine Fahrt über die Insel. Beeindruckend waren die 11 Dörfer auf Föhr, die noch einen Dorfcharakter haben, und die vielen Reetdachhäuser , die gut in der alten Form erhalten sind.