Chocoversum und Dahliengarten in Hamburg

Genuss für alle Sinne

 

Der Bürgerverein für Heide und Umgebung organisierte für seine Mitglieder eine Fahrt nach Hamburg, um die Entstehung köstlicher Schokolade kennenzulernen und die Augen mit dem Blütenflor im Dahliengarten zu verwöhnen.

In Hamburgs Schokoladenmuseum Chocoversum warteten bereits die Guides, um die Besucher auf einer unwiderstehlichen Tour durch den Regenwald, den Hamburger Hafen und der Zubereitung in verschiedenen historischen Maschinen zur köstlichen Schokolade zu führen. An allen Stationen erhielten die Gäste ausführliche Informationen und konnten Naschen und Verkosten. So erfuhren sie, wie aus der Kakaobohne durch Rösten und Zermahlen der Bohnen sowie Zugabe weiterer Zutaten und dem besonders wichtigen Conchieren es bis zum zarten Schmelz des süßen Goldes  kommt.

In der Schokowerkstatt kreierten die Ausflügler ihre eigene Tafel Schokolade. Je nach Geschmack konnte man wählen zwischen Vollmich- oder Zartbitterschokolade als Basis. Sie verzierten die Tafeln dann mit allerlei Zutaten wie z.B. Schokoplättchen, Sesam, Rosinen, Streusel, Pfeffer, Zimt usw. Diese individuell vorbereiteten Tafeln kamen mit Namen versehen in den Kühlschrank, um zu verfestigen und am Ende der Führung selbst verpackt und mit dem Anhänger Glück to go bestückt, mitgenommen zu werden.

 

Nach all dem Süßen wartete ein herzhaftes Essen im Restaurant mit herrlichem Ausblick auf die Elbe und den Hamburger Hafen auf die Gäste. Gut gestärkt brachte der Bus die Ausflügler danach nach Altona zum Dahliengarten.

 

In Europas ältesten noch bestehenden Dahliengarten warteten ca. 14000 Pflanzen in ca. 800 Sorten auf die Bewunderer. Bereits im Jahre 1920 wurden im Volkspark Altona die ersten Dahlien vom Altonaer Gartendirektor Ferdinand Tutenberg angepflanzt. An seinem heutigen Standort existiert der Garten, betrieben vom Bezirksamt Altona, seit 1932. Vier fest angestellte Gärtner, in Spitzenzeiten auch Unterstützung durch den Bauhof, betreuen den Garten. Im Museumsbeet findet man eine große Zahl antiker Dahlien. Im Prominentenbeet erfreuen die Dahlien vieler Paten wie Steffi Graf, Uwe Seeler, Otto Waalkes, Franz Beckenbauer, Loki Schmidt, Jan Fedder, einigen Hamburger Vereinen und weiteren Prominenten die Besucher.

Im letzten Jahr fungierte der Ex-Bürgermeister Dr. Klaus von Dohnanyi anlässlich seines 90. Geburtstages als Taufpate für die orange-rote Halskrausendahlie mit der gelben Mitte.

Ursprünglich stammt die zu den Korbblütlern gehörige Dahlie aus Mexiko. Europäer entdeckten sie zum ersten Mal im Jahr 1520, benannt nach dem schwedischen Botaniker Andreas Dahl. Viele verschiedene Blütenformen wie die Anemonenblütige Dahlie, die Halskrausen- und die Seerosendahlie, die Ball- oder Pompondahlie sowie die Hirschgeweih – oder Sterndahlie können von den Gästen bestaunt werden.

Im Oktober müssen alle Dahlien ausgegraben werden, da die Knollen nicht frosthart sind. Sie werden auf dem Betriebsplatz in einem großen Keller und auf dem Dachboden auf luftdurchlässigen Drahtgittern bei 5 – 7 Grad Raumtemperatur gelagert.

Einige Besucher verwöhnten sich mit Kaffee und Kuchen bevor die Rückreise gefüllt mit vielen schönen Sinneseinflüssen nach Dithmarschen startete.

 

Anita Lorenz