Celle und Lüneburger Heide

Der Bürgerverein für Heide und Umgebung unternahm eine Kurzreise mit zahlreichen Highlights in den Naturpark  Südheide nach Celle. Zunächst besuchten die Ausflügler eine der ältesten und größten Orchideen-Zuchtgärtnerei Deutschlands. Bei einer Führung durch die diversen Gewächshäuser erfuhren die Besucher, wie  zeitaufwendig die Anzucht vor allem des Frauenschuh ist. Die Farbenpracht und Vielfalt der Phalaenopsis begeisterte und erfreute die Gäste. Orchideen gedeihen auf jeder Fensterbank, sie sind Kinder des Lichtes und blühen jedes Jahr aufs Neue, dabei sind sie pflegeleicht und mit wenig Nahrung zufrieden. Nach dem Durchstöbern des Verkaufsraumes mit einem vielfältigen Angebot machten sich die Reisenden auf den Weg in die zauberhafte Altstadt Celles.

 

Bei einem geführten Rundgang nach der Mittagspause begeisterte das Fachwerkensemble dieser Stadt die Besucher. Sie erhielten Informationen zum Herzogschloss, der Residenz des Hauses Braunschweig-Lüneburg. Diese vierflügelige Anlage gilt als das größte und schönste Welfenschloss in der Region. Besonders beeindruckte die Stadtkirche St.  Marien. Sie ist die Grabeskirche der Königin Caroline Mathilde von Dänemark und der Celler Herzöge. Der Altar von1613 und die 1999 anhand der Originalpläne rekonstruierte Barockorgel von 1687 begeisterte die Besucher. Als eines der schönsten Gebäude gilt das alte Rathaus von 1292 am Markt gelegen, sowie die 1502 errichtete Lateinschule. Das  Bomann Museum ist das größte kulturgeschichtliche Museum Niedersachsen und beheimatet eine Sammlung zur Volkskunde, Stadt- und Landesgeschichte sowie Ausstellungen moderner Kunst.

 

Nach den vielen Eindrücken des ersten Tages lockte das gemütliche Hotel und ein reichhaltiges Abendessen die Gäste.

 

Am nächsten Tag folgte der Besuch  in der Moosbeerhütte, einem Ort zum Verweilen und Wohlfühlen und dem  Kennenlernen des Anbaus der Cranberry in Deutschlands größter Cranberry-Plantage. Die Cranberry, ursprünglich in Nordamerika beheimatet ist eine erstaunliche Frucht mit einem fruchtig-herben Geschmack und dient der ganzheitlich gesunden Ernährung. Sie hat einen hohen antioxidantischen Wert, einen bemerkenswerten Vitamin-C-Gehalt, wichtige Omega-3-Fettsäuren und ist äußerst bekömmlich. Sie bietet eine Vielzahl köstlicher Verwendungsmöglichkeiten.  Die Besucher erhielten reichlich Informationen zum Anbau, der Ernte und Verarbeitung der Früchte. Eine Verkostung vervollständigte die Führung.

 

Nachmittags wartete eine von zwei Pferden gezogene Kutsche auf die Ausflügler. Bereits beim Klettern auf die Kutsche verströmte ein angenehmer Geruch nach frisch gebackenen Brot und geräucherten Würsten die Luft. Auch reichliche Getränke befanden sich an Bord. So konnten die Gäste auf der Fahrt durch die Wälder der Südheide und die schöne Natur diese Vesper genießen. Es herrschte eine fröhliche Stimmung  und der Nachmittag verging wie im Fluge.

 

Am letzten Tag besuchten die Ausflügler das Mühlenmuseum in Gifhorn, einem Freilichtmuseum mit 14 Mühlen aus 7 verschiedenen Ländern in Originalgröße. Während einer Führung erfuhren die Gäste allerlei Wissenswertes über die Mühlengeschichte und die historische Entwicklung der Müllerei. Eigentümer dieser wunderschönen Anlage ist die Familie Horst Wrobel. Die Museums-führerin berichtete aus seinem Leben und die Entstehung dieser wertvollen  Anlage. Die  Ausstellungshalle mit über 50 maßstabsgetreuen Modellen, detailgetreu von Herrn Wrobel hergestellt,  begeisterte die Besucher mit der ansprechenden Präsentation. Nach der Mittagspause auf dem Dorfplatz des Museums fuhren die Ausflügler Richtung Norden zur Künstlerstätte Bossard.

 

Mitten im Wald auf einem 3ha großen Heidegrundstück befindet sich ein einzigartiges Gesamtkunstwerk, geschaffen von dem Ehepaar Bossard. Architektur, Bildhauerei, Malerei, Kunstgewerbe und Gartenkunst verschmelzen hier zu einer Einheit. Während der leider  aus Zeitgründen  kurzen  Führung erhielten die Gäste einen Einblick in das Leben und die Arbeit des Künstlerehepaares im Kunsttempel und dem Eddasaal. Ein Gang über das Grundstück zum Baumtempel und dem mit Sondergenehmigung geschaffenen Grabes rundete den Besuch ab. Insgesamt eine imposante Kunststätte, die sich für einen weiteren ausführlichen Besuch lohnt.

Beeindruckt von den vielen Highlights dieser Reisen und in fröhlicher Stimmung erreichten die Mitglieder des Bürgervereins ihren Heimatort.

 

Anita Lorenz

 

 

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