Fahrt ins Elsass und zum Europarat in Straßburg

Vom 30.05.17 bis 05.06.17 unternahm der Bürgerverein eine Busreise ins Elsass und nach Straßburg.

 

 

In Straßburg wurde der Europarat besucht und besichtigt. Der Europarat stellt die älteste zwischenstaatliche politische Organisation in Europa dar und findet seine Ursprünge in privaten Organisationen, die sich im Jahre 1948 erstmalig trafen. Bereits im Jahr 1946 hatte sich der ehemalige britische Premier Winston Churchill für eine Art „Vereinigte Staaten von Europa“ stark gemacht. Neben einer militärischen Kooperation in der Nato und der Wirtschaftsorganisation OEEC wurde mit dem Europarat die politische Zusammenarbeit sowie Einigung in Europa begonnen. Gründungsdatum des Europarats ist der 03.08.1949.

Wir hatten eine sehr kompetente Führung im großen Sitzungssaal und waren alle von den Ausführungen begeistert.

Der Europarat und seine Zielsetzungen sind:

- Der Einsatz für die Menschenrechte

- rechtstaatliche Grundprinzipien

- die Sicherung demokratischer Grundsätze

Am 9. Mai wird traditionell Jahr für Jahr der Europatag des Europarats gefeiert.

 

Desweiteren besuchten wir das Straßburger Münster und bestaunten die astronomische Uhr , welche die Mondbahn und den Stand der Planeten Merkur bis Saturn anzeigt. Die Uhr selbst ist 18 Meter hoch und in dieser Form einmalig.

Das Maison Kammerzell, ein Fachwerkhaus aus der Spätgotik, beherbergt heute ein beliebtes Restaurant und befindet sich direkt am Münsterplatz.

Das Petite France (das kleine Frankreich), ist bekannt als das Gerberviertel und als ältester Teil Straßburgs bezaubert der Stadtteil mit seinen vielen alten Gebäuden. Die ganze Atmosphäre, das rege Treiben und die Lebendigkeit dieser Stadt haben uns sehr begeistert.

Weiter waren wir mit einem Schiff auf der ILL und hatten einen ganz anderen Eindruck, die vielen Gebäude von der Rückansicht ein völlig neues Bild.

Uns begleitete ein Reiseleiter an vier Tagen, so hatten wir eine Fülle an Informationen.

 

Den nächsten Tag ging es in den Norden des Elsass. Wir besuchten das Goethe Memorial in Sessenheim. Bekannt wurde der Ort durch die Liebe Goethes zur Pfarrerstochter Fredrike Brion.

Weiter ging es nach Soufflenheim ein wunderschöner Töpferort. Im Restaurant "Au bouef" – bekannt für seine "Bouche a la Reine" oder auch Königinpastete – waren wir zum Mittag angemeldet. Hier kocht ein Sternekoch, der sehr bekannt ist für gutes Essen.

Am Nachmittag besuchten wir das traditionell blaue Haus in Uttenhoffen. Im Mittelalter war die blaue Farbe an den Häusern durchaus üblich, denn die Farbe war bleihaltig und tötete die Fliegen. Das älteste Haus im Dorf ist auf das Jahr 1648 datiert. Seit 1981 gehört es Alain Soulier – Gartenarchitekt – und Jean-Louis Cura – Kunsthandwerker und Designer. Zu dem Haus gehört ein ausgezeichnet angelegter Garten, mit dem die beiden Hausherren sich einen Lebenstraum erfüllt haben und der in vielen guten Gartenzeitschriften bereits Anerkennung gefunden hat.

Die Führung durch den Garten war für viele von uns inspirierend, einige Ideen im eigenen Garten umzusetzen.

 

Am folgenden Tag führte unsere Fahrt nach Colmar. Schon am Eingang der Stadt wurden wir von der Freiheitsstatue begrüßt. Der Schöpfer der New Yorker Freiheitsstatue Frederic - Auguste Bartholdi stammt aus Colmar. Aus Anlass seines 100 jährigen Todestag wurde eine Nachbildung an der Stadteinfahrt errichtet. Colmar ist die drittgrößte Stadt im Elsass.

Hier besuchten wir außerdem das Museum des Klosters Unterlinden, bekannt durch den weltberühmten Isenheimer Altar und den Kreuzgang der Klosteranlage.

Besonders anzumerken ist das Viertel Klein Venedig, das direkt am Verlaufs der Lauch in Colmar gelegen ist. Der Name des Viertels ist angelehnt an die Art und Weise wie die Häuser zu beiden Seiten des Flusses angelegt sind, der in Richtung Süd-Osten auf die Stadt zuläuft.

Dann waren wir in der Markthalle Der Dauerhaftige Terroir Markt. Hier bieten 20 Händler das ganze Jahr ihre Qualitätsprodukte an. Wir nutzten die Markthalle um eine kleine Mahlzeit einzunehmen Eine kleine Pause tat gut, um all die schönen Eindrücke zu verarbeiten.

 

Am nächsten Tag besuchten wir den Odenwald – Michelstadt war unser Ziel.

Die ganze Stadt war auf den Beinen , die Einheimischen feierten Ihr Bienenfest. Wir wurden von einer Blaskapelle mit dem Lied „Gruß an Kiel empfangen“.

Die Stadtführung in zwei Gruppen, hat uns diese schöne Stadt mit alten Fachwerkhäusern, vielen kleinen Gassen und einer Stadtmauer umgeben, näher gebracht. Wir besuchten die Synagoge, das Eulenhaus, das Gefängnis sowie auch das Standesamt.

Nach der Stadtbesichtigung besuchten wir den Weltmeister des Bäckerhandwerks – Bernd Siefert. Der Bäcker ist so bekannt, das wir keinen Termin ausmachen konnten. Aber vor Ort hatten Glück. Unsere 40-köpfige Reisegruppe freute sich, in den Genuss seiner ebenfalls bekannten Eiskreationen zu kommen. Jeder verspeiste einen riesigen Eisbecher, die alle unterschiedlich von Hand gezaubert wurden. Das war ein Erlebnis.

 

Am weiteren Tag war unsere Reise zu Ende und wir kehrten in den frühen Abendstunden mit vielen schönen Reiseeindrücken nach Heide zurück.

 

Bürgerverein für Heide

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